Gemeinsam zum Weltrekord: 

Der ZfS e.V. und Ruhr Museum präsentieren größtes Häkelmammut der Welt

Ein außergewöhnliches Gemeinschaftsprojekt im Rahmen der Paläontologischen Landesausstellung Nordrhein-Westfalen ist im Ruhr Museum erfolgreich abgeschlossen: Der Verein Zeit für Solidarität (ZfS) und das Ruhr Museum präsentieren gemeinsam das weltweit größte gehäkelte prähistorische Säugetier. Das Mammut wurde vom REKORD-INSTITUT für DEUTSCHLAND (RID) jetzt offiziell ausgezeichnet.

Das fertige Häkelmammut sowie die Rekord-Urkunde wurden heute von Ilkiz Şentürk, Vorsitzende des Vereins Zeit für Solidarität, und Dietmar Osses, stellvertretender Direktor des Ruhr Museums, sowie vielen Mitwirkenden gebührend gefeiert. Dietmar Osses, stellvertretender Direktor des Ruhr Museums, erläutert stolz: „Das Weltrekord-Mammut zeigt eindrucksvoll, wie sich die Themen unserer Ausstellung „überLeben in der Eiszeit“ in die Gegenwart übersetzen lassen. Gemeinschaft, Kreativität und Ausdauer – all das, was auch in der Eiszeit überlebenswichtig war, wird hier auf besondere Weise erlebbar.“

 Ilkiz Şentürk, Vorsitzende des Vereins Zeit für Solidarität, sagt dazu: „Unser Ziel war es, Menschen zusammenzubringen – unabhängig von Herkunft oder Erfahrung. Dass daraus ein Weltrekord entstanden ist, freut uns sehr, aber noch wichtiger ist das Miteinander, das dabei gewachsen ist.“

EIN WELTREKORD-MAMMUT ENTSTEHT In rund sechs Monaten intensiver Arbeit entstand das Mammut im Rahmen des offenen Strickcafés im Ruhr Museum sowie in der „Mammutwerkstatt“ im Schaudepot des Ruhr Museums. Das Projekt vereinte zahlreiche Teilnehmende aus der Region und steht exemplarisch für gelebte Solidarität und gemeinschaftliches Engagement. 

Im November und Dezember 2025 fanden insgesamt sieben Termine des Strickcafés im Regionalmuseum statt, an denen rund 400 Häkel- und Strickbegeisterte beteiligt waren. Bei Kaffee, Tee, Gebäck und guten Gesprächen wurden über 1.600 Häkelquadrate gefertigt. Die zehn mal zehn Zentimeter großen Quadrate wurden von etwa 15 Mitglieder des Vereins Zeit für Solidarität in aufwendiger Handarbeit zu einer Mammut-Haut verknüpft – sowohl vor Ort in der Mammut-Werkstatt im Schaudepot als auch in zusätzlicher Arbeit zu Hause. 3.000 Stunden Handarbeit stecken im Weltrekord-Mammut. 

Insgesamt wurden rund 25.000 Meter Wolle verarbeitet. Das fertige Mammut übertrifft die ursprünglichen Planungen deutlich: Mit einer Höhe von 2,66 Metern, einer Länge von 4,20 Metern und einer Breite von 1,37 Metern ist es ein beeindruckendes Kunstwerk. Für Transportzwecke kann es in drei Teile zerlegt werden: in Kopf, „Buckel“ und Torso. Auch die Stoßzähne sind abnehmbar. So ist das Mammut für Einsätze bei Veranstaltungen mobil. Das unter der „Mammut-Haut“ tragende Gerüst wurde vom Gelsenkirchener Künstler Stefan Demming eigens für das Projekt entworfen und gebaut.

ERSTER ÖFFENTLICHER AUFTRITT 

Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat das Weltrekord-Mammut nächste Woche beim Sommerfest im Schaudepot des Ruhr Museums am 17.5.2026 von 10 bis 18 Uhr. Rund um das Weltrekord-Mammut wurde für die Besucher:innen ein abwechslungsreiches Programm mit vielen Eiszeitmomenten gestrickt. Der Eintritt ist anlässlich des Internationalen Museumstags frei, die Aktionen sind kostenlos.

Ein Highlight findet um 12 Uhr am Häkelmammut selbst statt. Dort erhält der Zeit für Solidarität e. V. eine Ehrenobjektpatenschaft für ein ganz besonderes Exponat aus dem Bestand des Schaudepots. Alle Informationen unter www.ruhrmuseum.de/sommerfest

 

Fotos: Ruhr Museum / Christoph Sebastian

 

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